Berta

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Die Distilleria Berta wurde in der Nachkriegszeit um 1947 in Nizza Monferrato gegründet. Dort, im pulsierenden Herzen der piemontesischen Hügel, vereinen sich die bäuerlichen Traditionen der Langhe und des Monferrato. Die Distilleria ist ein moderner, rationeller und doch sehr warmherziger Familienbetrieb. Gianfranco Berta ist für die Destillation zuständig, während sein Bruder Enrico Berta den Vertrieb leitet. Über dem Betrieb wacht, mit großer Zurückhaltung und fünfzigjähriger Erfahrung, Vater Paolo Berta.

Zwei Tugenden aus seiner frühen Zeit sind dem Betrieb bis heute erhalten geblieben: Die handwerkliche Kunst und der Einsatz der Familie. Daneben ist der Betrieb gewachsen, hat sich verfeinert und gehört heute zur Avantgarde unter den Grappa-Destillerien.

Im Jahre 2002 hat man den nächsten Grundstein für den Erfolg gelegt. Ein imposanter Neubau in Mombaruzzo, unweit der alten Wirkstätte aber mitten in den Weinbergen, soll die Qualität auch in Zukunft sichern. Großzügige Räume mit modernster Kommunikationstechnik haben Einzug gehalten. Die optimalen Lagerkapazitäten wurden geschaffen, sei es das neue Fasslager oder auch die perfekten Stahltanks. Neben den bestmöglichen technischen Voraussetzungen ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die außerordentliche Qualität der Berta-Grappe das erstklassige Ausgangsmaterial und die handwerkliche Kunst der schonenden Verarbeitung.

Die Trester

Nur die besten Trester werden verwendet, welche die Destillerie von den Top-Produzenten der Region bezieht. Aber auch andere Spitzenweingüter aus ganz Italien lassen ihre Trester nach Mombaruzzo bringen, um dort sich dort von den Grappa-Experten ihre Destillate brennen zu lassen. Wichtig ist, dass die Trauben schonend und nicht bis aufs Letzte ausgepresst werden, um die Kerne nicht zu verletzen. Denn werden diese mit angequetscht, wird im Trester unerwünschte Gerbsäure freigesetzt, was sich später negativ auf den Geschmack des Endproduktes auswirkt. In der Destillerie selbst werden dann vor dem Brennvorgang sogar noch die Kerne wie auch minderwertiges Trestermaterial so gut wie möglich ausgelesen. Die Destillation ist die Kunst, die es gestattet, dasjenige zu extrahieren und zu konzentrieren, was sich im Rohstoff, dem Trester, befindet. Die Qualität eines guten Grappas hängt in erster Linie vom Trester ab, der unbedingt frisch und gesund sein muss.
Sofort nach der Pressung werden die Trester vakuumverpackt. Um eine bestmögliche Konservierung des Tresters nicht nur während der Lagerung, sondern auch beim Transport zu gewährleisten, hat die Familie Berta ein innovatives Abholsystem in speziellen Behältern aus lebensmittelechtem Kunststoff (200 kg) entwickelt. Die Trester, die aus allen Regionen Italiens kommen, werden dank dieser besonderen Art der Konservierung frisch und feucht gehalten.
In einem hermetisch abgeschlossenen Behälter entsteht nämlich ein natürlicher Gärungsprozess, während dem der Zucker in Alkohol umgewandelt wird und dabei Kohlendioxyd entsteht. Der Sauerstoff, der sich in den Behältern befindet, tritt über ein kleines Entlüftungsventil am Deckel aus. Da der Sauerstoff fehlt, kommen die Trester mit den schädlichen Mikroorganismen der Luft und des Wassers nicht in Berührung. Bei einem Besuch der Distilleria Berta kann man vor Ort beobachten, wie im Herbst, Winter und sogar noch im Frühling die Frische und Qualität der gelagerten Trester mit diesem System überwacht werden. Eine weitere Besonderheit dieser Lagerung ist die Rückverfolgbarkeit des Produktes, die durch ein System gewährleistet wird, das Herkunft und Art der Trester - wichtige Informationen für die Transparenz der Beziehung zwischen Produzenten und Konsumenten - anzeigt.
 
Die Brennerei kann mit Gär-, Halbgär- oder Rohtrester versorgt werden. Der Gärtrester bleibt mit dem Most solange in Berührung, bis aus diesem Wein wird. Die Trester können sofort nach dem Abstich destilliert werden, da der Traubenzucker ganz zu Alkohol umgewandelt ist. Meistens stammen die Trester aus Rottrauben. Rohtrester werden sofort nach der Pressung vor der Gärung vom Most getrennt. Der Zuckergehalt wurde noch nicht zu Alkohol, daher kann das Destillieren nicht sofort nach dem Abstich erfolgen. Die Trester werden in den oben genannten Behältern zum Gären gelagert. Rohtrester stammen meistens von weißen Trauben. Halbgärtrester wurden nur teilweise mit dem Most vergoren. Sie können sofort destilliert werden, wenn man auf den nicht umgewandelten Alkohol verzichtet, oder wenn man sie bis zur Vollgärung lagert. Diese Trester kommen von roten oder weißen Trauben.


Die Produktion

Nach dem Ende der Gärung folgt der zur Gänze handwerkliche Prozess, der mit größter Sorgfalt vom Destilliermeister durchgeführt wird. Die vergorenen Trester kommen direkt in die Brennkolben mit Wasserdampf, um die Körbe in jedem Kessel zu füllen. Sobald der Brennkolben angefüllt ist, lässt der Destilliermeister einen heißen Wasserdampf durch die feuchten Schalen der Trester strömen, der auf seinem Weg nach oben aus dem Trester den Alkohol extrahiert, der zuvor während der Gärung entstanden ist.
Der so gewonnene Alkoholdampf wird in die Kolonne geschickt, die diesen von den weniger konzentrierten Alkoholwasserdämpfen befreit und die Erhöhung des Alkoholgrades ermöglicht. Der konzentrierte Alkoholdampf erreicht die Spitze eines Kühlers, um dann nach dem Kondensieren in ein Becken zur Gradkontrolle zu gelangen: es ist nur ein langsames Tropfen, das die Hingabe und die Geduld des Handwerks zum Ausdruck bringt.

Dank der Meisterhaftigkeit der Destillateure und der modernen Kontrollsysteme wird das Herz vom Vorlauf (dem unreinen säuerlichen Teil) und Nachlauf (dem bitteren Teil) des Destillationsprozesses getrennt. Die unterschiedlichen Anlagentypen gestatten außerdem – neben dem Trester - die Destillation verschiedener Rohstoffe: somit ist es möglich, erlesenen Branntwein auch aus dem Wein und direkt aus den Trauben zu gewinnen.
Die Philosophie der Familie Berta ist klar: Qualität vor Quantität, für eine anspruchsvolle Klientel, die das Bukett an Aromen und Düften liebt, durch das sich die Grappe aus dem Hause Berta seit Jahrzehnten auszeichnen. Daraus entsteht eine neue Philosophie: der Grappa ist nicht mehr nur ein einfacher Digestif, ein Unterprodukt mit aggressivem und starkem Geschmack, sondern ein großartiges Destillat zum Degustieren und Meditieren, entschlossen und zugleich harmonisch in seinen Nuancierungen.

Die Reifekeller

Das erzeugte Destillat wird in Behältern aus rostfreiem Stahl gelagert. Sobald es gewisse organoleptische Eigenschaften aufweist, wird es in Fässern aus verschiedenen Holzarten zur langsamen Reifung abgefüllt. Die Lagerdauer in Holzfässern ist dann der Schlüssel, um eine grundlegende Unterscheidung zwischen verfeinerten und gelagerten Grappe vorzunehmen. Die Verfeinerung kann sich über einen Zeitraum zwischen drei und maximal zwölf Monaten erstrecken. Alles was länger als ein Jahr im Holz bleibt, kann als ausgebaut definiert werden. Im Jahr 2005 wurden die Arbeiten für einen ersten Reifekeller mit mehr als 1.800 m2 zum Abschluss gebracht. Damit hatte man auf die ständig wachsende Marktnachfrage reagiert. Vorerst führte man allerdings eine Reihe von Studien durch, um eine moderne umweltfreundliche Anlage zu errichten. Die zur Gänze unterirdische und isolierte Struktur zur Vermeidung natürlicher Temperaturschwankungen wurde mit einem natürlichen Ventilationssystem geplant, welches einen Rückfluss der Luft ohne Klimaanlagen gestattet. Somit wären die Vorteile eines traditionellen Kellers gegeben und Störungen, wie Schimmelbildung und hohe Luftfeuchtigkeit, beseitigt. Im Keller lagern tausende Barriques und Tonneaux, die aus Tronçais d’Allier, einer kostbaren französischen Eiche hergestellt worden sind und die sich ideal zum Ausbau großer Destillate eignen. Eine mittlere Toastung verleiht dem Produkt eine bernsteinfarbene Nuance, ein berauschendes Aroma nach Vanille und Tabak, begleitet von einem unvergleichlichen fruchtigen Aroma.

Die Liebhaber eines guten Tropfens können sich nur schwer der Faszination dieser unterirdischen Welt, wo die Riserve Berta jahrelang lagern und darauf warten, bis die Zeit und das Wissen des Meisters über den richtigen Moment zum Abfüllen entscheidet, entziehen. So lagern hier – inmitten von beleuchteten Gewölben und sichtbaren Ziegelsteinen - Roccanivo, Bric del Gaian und Tre Soli Tre, Grappe, die acht Jahre lang in Fässern reifen, Magia, das Traubendestillat, das zehn Jahre ausgebaut wurde und die Riserva des Gründers Paolo Berta, der Grappa, der zwanzig Jahre im Holz gelagert wurde, Casalotto, Brandy fünfundzwanzig Jahre gereift und der Grappa Elisi mit einer Reifezeit von zehn Jahren.

Im Jahr 2008 wurde die Struktur durch einen neuen 400 qm großen Keller zum Reifen ausgebaut. Im Laufe dieses Jahres wurden dreizehn Fässer aus slawonischer Eiche zu je zehntausend Liter gekauft. Dieses Holz eignet sich besonders zur Reifung der Destillate in großen Fässern. Eine Entscheidung, die nur zur Verbesserung der verfeinerten Destillate beitragen kann. Beim behutsamen Reifeprozess im Holz darf man nicht den historischen Sitz des Unternehmens vergessen, der heute noch eine wichtige Rolle spielt. In Nizza Monferrato werden die Riserve im ersten Jahr gelagert bis sie dann in die Keller von Casalotto kommen.

Die Produkte der Distilleria Berta finden sich heute in den großen italienischen aber auch internationalen Restaurants von Paris bis München, von Tokio bis Zürich. Bei einer Blindverkostung der verschiedensten Destillate aus aller Welt im Jahr 1999 in Manila belegte der Roccanivo Jahrgang 1989, Grappa di Barbera von Berta, den zweiten Platz – hinter einem alten Rum von 1885 und vor renommierten X.O. Qualitäten zahlreicher Cognac-, Armagnac- und Calvadosproduzenten.

Die Destillerie Berta gilt unter Kennern als die piemonteser "Grappa-Schmiede" überhaupt.
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Likör / / International / / Berta
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